
Zupfinstrumente
Die Zupfinstrumente zählen zu jenen Saiteninstrumenten, bei denen der Spieler die Saiten direkt mit den Fingern zum Klingen bringt. Der Klangcharakter ergibt sich aus der Art des Anschlags mit der Fingerkuppe, dem Fingernagel oder auch dem Plektrum.
Die Heimat der Gitarre ist Spanien, wo sie in der Volks und Kunstmusik große Popularität erlangte. Erst im 18. Jahrhundert bekommt die Gitarre ihre charakteristische Form mit sechs Saiten und den für sie ebenso typischen Bünden. Dieses Instrument ist der direkte Vorläufer der modernen Konzertgitarre mit Nylonsaiten.
In der Jazz-, Pop- und Rockmusik werden verschiedene Arten von elektrischen Gitarren benutzt. Bei der E-Gitarre werden die Schwingungen der Stahlsaiten mittels eines Tonabnehmers und einer Verstärkeranlage zum Klingen gebracht. Genauso ist es beim E-Bass, der mit allen vier Saiten die tiefen Töne produziert.
Die Bağlama, eine Langhalslaute mit Bünde und mehreren Vierteltönen, ist das traditionelle türkische Saiteninstrument. Verschiedene Größen der Instrumente ermöglichen das Musizieren in großen Ensembles.
"Aller Stimmen Kron" wurde die Harfe genannt Sie ist sicher eines der ältesten Instrumente überhaupt. Schon aus der Sagenwelt erfahren wir über sie: Orpheus besänftigte mit ihrem zarten sphärischen Klang die Geister der Unterwelt, um seine Gattin Eurydike aus dem Hades zu erlösen. Heute wird im Symphonieorchester die große Konzertharfe gespielt.
